Wie du schlau Entscheidungen triffst

Manchmal ist es echt schwer, Entscheidungen zu treffen. Findest du das auch? Es gibt oft verschiedene Möglichkeiten. Vielleicht sind alle davon toll. Dann kann ich echt verzweifeln, wenn ich nicht weiß, was ich tun soll. Aber als ich neulich vor einer Entscheidung stand, half mir mein Papa, alles in Ruhe und mit Abstand genauer zu betrachten und mich dann zu entscheiden.

Meine Eltern haben mir vorgeschlagen, mir ein neues Hobby zu suchen, damit ich neue Erfahrungen sammeln kann. Ich überlegte. Dann fiel mir ein: Ich könnte ein neues Instrument lernen oder eine neue Sportart anfangen. Ich dachte etwas genauer nach. Klavier spielen fände ich toll. Aber ich würde auch gerne Tennis spielen. Beides wäre passend für mich. Allerdings würde ich für zwei neue Hobbys keine Zeit haben. Was sollte ich nur tun? Klavier war ein so schönes Instrument. Der Klang war einfach super. Tennisspielen haben wir schon mal in der Schule ausprobiert und es hat echt Spaß gemacht. Ich dachte lange nach und wusste irgendwann nicht weiter. Ich rief Papa ins Kinderzimmer und erzählte von meinem Problem, eine Entscheidung zu treffen. Papa sagte: „Ja, manchmal ist es gar nicht so leicht, Entscheidung zu treffen. Du kannst dir aber auf jeden Fall Zeit lassen, bis du dich festlegst. Lass uns mal nach draußen auf die Wiese gehen. Da können wir eine Limo in der Sonne trinken und reden.“ Also gingen wir raus.

Papa half mir mit ein paar Fragen, mich zu entscheiden. Wir sprachen darüber, ob es wirklich nur diese zwei Möglichkeiten gäbe, oder ob sogar noch etwas anders in Frage käme. Aber ich fand alle anderen Ideen, die wir beide hatten, nicht so gut wie Klavier oder Tennis spielen. Wir überlegten als nächstes, ob ich noch mehr Informationen bräuchte. Und ja, da fiel mir ein, dass ich mich informieren könnte, wie viel Unterrichtsstunden kosten würden, ob ich ein eigenes Klavier bräuchte und ob eine Tennisausrüstung nötig wäre und so weiter. Wir tätigten ein paar Anrufe und dann hatten wir alle wichtigen Informationen. Dann machten wir ein paar Notizen. Was wären Vorteile, aber auch Nachteile? Hier sind ein paar Beispiele: Klavier spielen müsste ich sehr viel üben, auch zu Hause. Ich könnte es nicht so einfach mitnehmen und woanders nutzen. Aber meine Freundin Fredda Fliege kann Geige spielen und wir könnten zusammen musizieren. Tennis spielen könnte ich hingegen an vielen Orten, vor allem auch auf der Wiese vorm Haus. Mein Freund Sammy Biene hatte auch schon ein paar Stunden genommen.

Außerdem sprachen wir darüber, ob meine Entscheidung gute oder schlechte Auswirkungen auf andere haben könnte. Uns sind keine Schlechten eingefallen. Aber ich müsste auf jeden Fall zu Hause mit allen Familienmitgliedern absprechen, wann ich Klavier spielen üben könnte, denn das kann ja laut sein. Gute, naja, Fredda und Sammy würden sich sicherlich freuen. Aber nur wegen ihnen würde ich das Hobby nicht auswählen.

Nachdem wir eine Stunde Limo getrunken und gesprochen hatten, traf ich eine Entscheidung.

Hier ist eine Übersicht der Fragen, die beim Entscheiden helfen können:

  • Sind das die einzigen Möglichkeiten? Oder gibt es eine andere, die vielleicht noch besser ist?
  • Werden mehr Informationen benötigt, bevor eine Entscheidung getroffen werden kann?
  • Was sind Vor- und Nachteile von allen Möglichkeiten?
  • Gibt es gute oder schlechte Auswirkungen auf andere?
  • Ist die Entscheidung wirklich gut für dich? Oder willst du nur jemand anderem einen Gefallen tun?

Papa sagte dann noch zum Abschluss zwei ganz wichtige Dinge: „Erstens: Wenn jemand bei einer Entscheidung auf deine Antwort wartet, lass sie wissen, dass du etwas Zeit brauchst, um die richtige Entscheidung zu treffen. Zweites: Sei offen dafür, Neues zu erleben. Es gibt keine falschen Entscheidungen. Wenn die Erfahrung nicht so ist, wie du es dir vorgestellt hast, frag dich, was du trotzdem von dem Erlebnis mitnehmen bzw. lernen kannst.“ Ich nickte und freute mich, dass ich mit Papa gesprochen hatte. Wir gingen dann nach Hause und direkt in die Küche, um etwas zum Essen zu kochen. Als Mama und mein Bruder Elio kamen, verkündigte ich meine Entscheidung. Beide fanden sie super! Mama hatte sogar noch eine Idee, was ich in Zukunft tun kann, wenn ich wieder eine schwierige Entscheidung zu treffen habe (schau mal hier nach).

Viel Erfolg beim Entscheiden!

Lumina

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